Beruflich habe ich in meinem Leben schon eine Menge gemacht und miterlebt. dabei habe ich sicher mehr Erfahrungen und Einblicke in verschiedene Unternehmenskulturen sammeln können, als viele es jemals haben werden.
Studiert habe ich Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Energie- und Verfahrenstechnik an den Universitäten Braunschweig und Hannover. Meinen Abschluss konnte ich sogar mit der Gesamtnote Gut machen, habe allerdings recht lange studiert. Brauchte einfach die Zeit um mit mir selbst ins Reine zu kommen und Probleme zu verarbeiten.
Nach meinem Studium war es aufgrund der Liberalisierung der Energiemärkte nicht einfach einen Job in meinem Bereich als Berufsanfänger zu bekommen. Habe deshalb den ersten Job angenommen der mir geboten wurde.
In einer Unternehmensberatung für Energieversorgungsunternehmen in Düsseldorf. Ich habe niemals einen Menschenverachtenderen Laden gesehen als diesen.
Nach ewig langen 4 Monaten war das Trauerspiel vorbei und ich habe dann in Ratingen im Vertrieb Bereich IT und Telekommunikation angefangen. Ein Niederländisches Unternehmen, dass IT Projekte mit eigenen Ingenieuren und IT Fachleuten betreut oder unterstützt. War ein knallharter Vertriebsjob, bei dem ich aber sehr erfogreich war. Nach 1,5 Jahren wurde ich Niederlassungsleiter der Niederlassung Düsseldorf, die ich auf über 30 Mitarbeiter ausbaute und zur zweitprofitabelsten von 22 Niederlassungen bundesweit. Habe dabei auch ca. 500 Bewerbungsgespräche geführt, was man selbst bei Akademikern da erlebt!!!
Der Stress war allerdings mörderisch, weshalb ich ein Job Angebot von einem Kunden annahm.
Ab Oktober 2000 war ich dann also als Director Human Resources tätig. Bei einem Anfangs 80 Leute starkem Softwareentwickler für Telco Plattformen. Venture Kapital Finanziert. Was mit der Börse im Jahr 2000 und 2001 passiert ist, muss ich wohl nicht wiederholen. Dementsprechend konnte auch kein Kapital mehr aufgenommen werden, und man musste - oh Schreck, wie unerwartet - über Produktverkäufe Einnahmen generieren. Das gelang aber nur sehr, sehr schleppend, also wurden Leute entlassen, also wozu dann einen Director HR?
Mein nächster Job war dann bei einem Freund, der sich Selbständig gemacht hat und den Vertrieb im Bereich Industrietechnik ausbauen wollte. Leider war das Geschäftsmodell nicht tragfähig, jede Zwischenstufe im Handel kann nur überleben, wenn die Spannen groß genug sind. Man braucht also einen top Einkauf und viele Kunden. Beides ließ sich in kurzer Zeit nicht aufbauen. Im April 2003 musste ich mal wieder von vorne anfangen. Die Freundschaft zu meinem "Chef" war irgendwie auch dahin. Freundschaften sind wichtiger als Jobs. Ich würde nie wieder bei einem Freund als Angestellter einsteigen.
Was tun war nun die Frage. Ich entschloss mich selbständig zu machen im Bereich Internetmarketing. Mein Freund Axel betreibt das geniale Modell der Datensatzbörse, bei denen ich über Werbung und meine eigene Seite finanzberatung-versicherungsvergleiche.de Datensätze einliefere. Leider reichte das nicht um den Lebensunterhalt davon zu bestreiten. Auch den ganzen Tag vor dem Computer sitzen, ohne mit Menschen reden zu können ist nichts für mich.
Ich habe dann im Oktober 2004 bei meiner jetzigen Firma angefangen. Vertrieb von 130.000,- Euro teuren mobilen Messystemen. Dabei ist man sehr viel auf den Strassen unterwegs, wodurch ich meine Süsse kaum noch sehe. Das führt natürlich zu Streit. Mal sehen wie es weitergeht, da auch viele interne Dinge einfach nicht stimmen.
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