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Zur Finanzierung von öffentlichen Ausgaben hat der Bund Schuldverschreibungen aufgelegt, die Bundesobligationen heißen, häufig auch mit "Bobls" abgekürzt.
Der Mindestanlagebetrag für Bundesobligationen beträgt 100 Euro, damit eigenen sie sich besonders auch für Kleinanleger.
Es erfolgen meist zwei Emissionen pro Jahr und neue Emissionen werden erst dann aufgelegt, wenn ein stark geändertes Zinsniveau angepasste Konditionen erfordert. Zu diesem Zeitpunkt wird der Verkauf der aktuellen Serie eingestellt und die bisher emittierten Papiere kommen in den amtlichen Handel an der Börse. Danach emittiert und verkauft der Bund umgehend die neue Serie.
Die Laufzeit für Neuemissionen von Bundesobligationen liegt bei fünfeinhalb Jahren. Börsennotierte Titel weisen deshalb alle Laufzeitvarianten zwischen einem und 60 Monaten auf. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich.
Der Kauf neuer Bundesobligationen ist in den ersten zwei Monaten nach Emission gebührenfrei. Danach werden die Bundesobligationen an der Börse platziert und bei An- und Verkäufen fallen die banküblichen Provisionen an.
Verkauft ein Anleger Bundesobligationen in Zeiten steigender Zinsen, muss er mit Kurseinbußen rechnen, umgekehrt kann er bei sinkenden Zinsen von einem Kursanstieg der Bundesobligation profitieren.
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